105 Franken und 26 Rappen pro Einwohner im Säuliamt

Zürcher Kantonalbank informiert Ämtler Gemeinden über Gewinnausschüttung

Die Referenten des Ämtler ZKB-Gemeindetreffens im lamarotte in Affoltern (von links): Christoph Schenk, Chief Investment Office ZKB; Mario Landolt, Leiter Firmenkunden Zürich-West; Roger Liebi, Vizepräsident ZKB-Bankrat; Thomas Walder, Filialleiter ZKB Affoltern, und Stephan Wicki, Leiter Geschäftskunden. (Bild Urs E. Kneubühl)

Die Referenten des Ämtler ZKB-Gemeindetreffens im lamarotte in Affoltern (von links): Christoph Schenk, Chief Investment Office ZKB; Mario Landolt, Leiter Firmenkunden Zürich-West; Roger Liebi, Vizepräsident ZKB-Bankrat; Thomas Walder, Filialleiter ZKB Affoltern, und Stephan Wicki, Leiter Geschäftskunden. (Bild Urs E. Kneubühl)

Hochzufrieden kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Ämtler Gemeinden am Dienstag dieser Woche in den Kulturkeller lamarotte in Affoltern, wo sie von Mario Landolt, Leiter Firmenkunden Zürich-West, zum traditionellen Ämtler Gemeindetreffen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) willkommen geheissen wurden. An diesem wurde zum Geschäftsjahr 2024 und der damit ­einhergehenden Gewinnausschüttung informiert.

Konzerngewinn: Geburtsjahr der Schweiz nur knapp verpasst

Der Konzerngewinn vor Steuern liegt mit 1,289 Milliarden Franken 3,4 Prozent über dem Vorjahr (1,246 Milliarden Franken). Die ZKB erzielte, nach dem Ausnahmejahr 2023, ihr zweitstärkstes operatives Ergebnis der Geschichte; Kanton und Gemeinden partizipieren auf diese Weise mit 562 Millionen Franken mehr denn je am Erfolg.

Anschliessend an die Kurzvorstellung des lamarotte durch Isabelle Schaetti, erläuterte Roger Liebi, Vizepräsident des ZKB-Bankrats, im Interview mit Mario Landolt, dass man insgeheim gehofft hatte, beim Konzerngewinn summenmässig 1291, das Geburtsjahr der Schweiz, zu erreichen – «aber das ist etwas kleiner ausgefallen», fügt er lachend an. Weiter bekannte er, dass «wir sehr zufrieden sind mit dem guten Ergebnis», obwohl der Gewinn nach Steuern etwas kleiner ausgefallen sei als im Vorjahr. Für die Ausschüttung an den Kanton und die Zürcher Gemeinden allerdings habe dies keine Bedeutung, diese sei ebenso hoch ausgefallen wie jene im letzten Jahr.

Das System der Gewinnbeteiligung einerseits von Kanton und Gemeinden, denen die Hälfte des Gewinns zufällt, sowie der ZKB-Mitarbeitenden – statt Boni – taxiert Roger Liebi als «sehr gut», und er bestätigte, dass die bestehenden ZKB-Filialen erhalten bleiben werden, auch wenn das digitale Angebot weiter verbessert wurde. Und zum Schluss hielt er fest: «Vor uns stehen einige Herausforderungen, auf die wir uns freuen.»

Die detaillierten Zahlen der Gewinnausschüttung an die Ämtler Gemeinden präsentierte Thomas Walder, Filialleiter der ZKB Affoltern. Der Nachfolger von Martin Diethelm betonte, dass er stolz sei, gleich bei seiner ersten Präsentation am ZKB-Gemeindetreffen erneut erfreuliche Beträge verkünden zu dürfen. Insgesamt werden an die 14 Säuliämtler Gemeinden 6,1 Millionen Franken ausgeschüttet (Vorjahr 6,11 Millionen). Das sind rund 105 Franken pro Einwohnerin und Einwohner.

Am meisten erhält der Bezirkshauptort Affoltern

Der Bezirkshauptort Affoltern mit einer Wohnbevölkerung 2024 von 12 841 ­Einwohnerinnen und Einwohnern ­bekommt mit 1,351 Millionen (-0,6 Prozent) Franken die grösste Summe, gefolgt von Obfelden mit 5936 Einwohnenden und 624 798 Franken (+0,7), Mettmenstetten (5756 Einwohnende) 605 852 Franken (+0,4), Bonstetten (5690) 598 905 Franken (-0,3) sowie Wettswil (5314) 559 329 Franken (-0,7). Hedingen mit 3982 Einwohnenden schliesst sich mit einer Ausschüttung von 419128 Franken (+0,2 Prozent) an, es folgen Hausen (3933) mit 413971 Franken (-1,6), ­angereiht Stallikon mit 409 761 Franken (3893 Einw./0,0 %) und Ottenbach (2962) mit 311767 Franken (-0,4). Knonau erhält für 2457 Einwohnende 258 613 Franken (-0,2), Aeugst (1984) 208 827 Franken (-1,4), Kappel (1383) 145 568 Franken (+3,7), Rifferswil (1174) 123 570 Franken (+1,7) sowie Maschwanden mit 673 Einwohnerinnen und Einwohnern 70 837 Franken (+3,9).

«Züri isch Number One, find ich guet»

In seinem Fachreferat «Am Puls der Märkte» wusste Christoph Schenk, Chief Investment Office der ZKB, mit seiner launigen Präsentation zum Schluss die Gemeindevertreterinnen und -vertreter noch einmal zu fesseln. Affoltern am Albis sei dem Namen nach sozusagen das einzige Triple-A-Beispiel, das er kenne, startete er humorvoll und schloss darauf an, dass Zürich zwar das Wirtschaftszentrum – oder, wie ein bekannter Zürcher sagen würde: «Züri isch Number One, find ich guet.»

Aber gleichzeitig sei Zürich nicht der Konjunkturmotor der Schweiz, da das BIP-Wachstum im Kanton im Vergleich zu anderen Kantonen unterdurchschnittlich sei. «Der Strukturwandel ist in der Zürcher Wirtschaft weiter fortgeschritten als anderswo», hielt er nicht zuletzt aufgrund der Schrumpfung des hiesigen Finanzplatzes durch das Ende der Credit Suisse fest. Zudem definierte er bezüglich von Zuwanderung und Bevölkerungswachstum der Schweiz, dass vergleichsweise in Australien, das eine restriktive Zuwanderungspolitik kennt, die Population weit stärker zugenommen habe als in unserem Land. «Der Grund: In Australien werden mehr Kinder geboren als hier.»

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