Die Mehrzweckhalle als Zirkusarena
«Manege frei» – Motto des Maschwander Maskenballs Spalten
«Mystische Identitäten und den Frühling mit glamourösen Zirkusgästen» und «eine Welt aus Masken, Musik und Magie»: So kündigte der organisierende Dorfverein den traditionellen Maschwander Maskenball an. Dort, wo sonst Gemeindeversammlungen und Sport stattfinden, vergnügten sich am Samstag Närrinnen und Narren in fantasievollen Kostümen. Wippend und hüftschwingend zu DJ-Musik auf einem «Konfettiteppich» und popcornbewehrt. Mit den Guggen Vollgashöckler aus Hedingen und art-rose.ch aus Thalwil änderte sich der Musikstil temporär hin zu meisterhaft vorgetragener Kakofonie, einer weiteren Stimmungsmacherin. Schweisstreibende Bewegung erforderte einen Zwischenhalt an der Bar, einer Muntermacherin.
Im Vergleich zur Einwohnerzahlein Grossverein
Der Maschwander Fasnachtsball hat Tradition. Immer wieder werden bei solchen Gelegenheiten Erinnerungen an die legendäre «Gerbi»-Fasnacht wach, die auf drei Etagen stattfand und jeweils drei Generationen anzog. Jetzt ist fast ausschliesslich «Jung» präsent, und statt Masken ist Schminke Trumpf, wie andernorts auch. «Ja, Vollmasken sieht man wenig. Aber es ist eine Dorffasnacht geblieben», sagt OK-Mitglied Ilona Lüscher. Der vor fünf Jahren gegründete und aus dem Veloclub hervorgegangene Dorfverein ist der Ausrichter des Balls. Er wird von Chantal Wetli präsidiert und zählt rund 50 Mitglieder – im Vergleich zur Einwohnerzahl also ein Grossverein in der kleinsten Ämtler Gemeinde.
Eine Maskenprämierung gabs nur beim vorgängigen Kindermaskenball, den das Elternforum im Auftrag des Dorfvereins organisiert – mit Erfolg: An Nachwuchs fehlt es im 660-Seelen-Dorf nicht, auch nicht an musikalischem: So begeisterten die von Mitgliedern des Musikvereins unterstützten Mugge Gugger mit einem kurzen Konzert. (-ter.)